NZZ.at

Clubabend zum Nachhören

Zivilisierte Verachtung und die Rehabilitation der fundierten Kritik

von NZZ.at / 22.04.2016

Konfrontiert mit Fundamentalisten, Populisten oder der antiwestlichen Rhetorik eines Wladimir Putin – Wie kann der Westen selbstbewusst für seine Werte eintreten? Carlo Strenger, Professor für Psychologie und Philosophie an der Tel Aviv University, plädiert für eine Haltung der zivilisierten Verachtung, mit der das aufklärerische Toleranzprinzip wieder vom Kopf auf die Füße gestellt wird: Anstatt jede Glaubens- und Lebensform zu respektieren und mit Samthandschuhen anzufassen, müssen wir uns daran erinnern, dass nichts und niemand gegen wohlbegründete Kritik gefeit sein darf: „Wenn andere Kulturen nicht kritisiert werden dürfen, kann man die eigene nicht verteidigen.“

Darüber sprach Strenger am Donnerstag, den 21. April mit NZZ.at-Chefredakteur Michael Fleischhacker und der Wiener Philosophin Katharina Lacina.

Hier können Sie die Diskussion in voller Länge nachhören:

Dieser Clubabend bildete für dieses Semester die letzte Ausgabe der Gesprächsreihe „Figuren des Intellektuellen – Philosophieren im Lichte der Öffentlichkeit“, die sich mit der Vielfalt der Rollen von Intellektuellen im Rahmen der gesellschaftlichen und medialen Öffentlichkeit beschäftigt. Die Serie wird im Herbst 2016 fortgesetzt.