Mike Segar / Reuters

Donald Trump und Russland

Heikle Informationen über Trump?

von Peter Winkler / vor 7 Tagen

Moskau soll kompromittierende Informationen zum Privatleben und den finanziellen Verflechtungen des künftigen amerikanischen Präsidenten haben, die ihn erpressbar machen könnten. Die Quellenlage ist sehr wacklig.

Die Spitzen der amerikanischen Geheimdienste sollen in ihren geheimen Briefings über den russischen Versuch der Einflussnahme in der vergangenen Wahl zuhanden Präsident Obamas, des künftigen Präsidenten und einiger weniger Kongressführer auch unbewiesene Gerüchte erwähnt haben, wonach Moskau im Besitz von heiklen Informationen über das Privatleben und die finanziellen Verflechtungen von Donald Trump sei. Eine entsprechende Meldung von CNN wurde später von der „Washington Post“ und der „New York Times“ bestätigt.

„Opposition Research“

Laut den Medienberichten stammen die Informationen von einem früheren Mitarbeiter eines britischen Geheimdiensts, der während des amerikanischen Präsidentschaftswahlkampfs zuerst für rivalisierende Republikaner, dann für die Demokraten „opposition research“ betrieb, also belastendes Material über Trump zusammentrug. Während die amerikanischen Geheimdienste sich nicht zum Wahrheitsgehalt der Vorwürfe äussern wollten, hätten sie die gleiche Quelle früher als glaubwürdig eingestuft. Sie seien darum zum Schluss gekommen, es sei wichtig, diese Informationen nicht zurückzuhalten.

Undurchsichtige Quellen

Es sei ihnen auch darum gegangen, ihre Überzeugung auszudrücken, dass Moskau nicht nur gegen demokratische, sondern auch gegen republikanische Organisationen und Führungspersönlichkeiten Hackerangriffe ausgeführt und belastendes Material gestohlen hätten, erklärten anonyme Geheimdienstmitarbeiter gemäss den amerikanischen Medien. Der Bericht der britischen Quelle habe sich auf Angaben russischer Agenten gestützt, die nicht überprüft worden seien. Weder staatliche Instanzen noch Trumps Übergangsteam nahmen zum Bericht Stellung.