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Anschlag in Nizza: „Tiefes Mitgefühl und unendliche Traurigkeit“

von Nina Belz / 15.07.2016

Frankreichs Präsident François Hollande ist schon um vier Uhr in der Früh vor die Presse getreten, und auch bereits in der Nacht kamen die ersten Reaktionen aus aller Welt.

Viele Vertreter der EU und befinden sich derzeit auf dem ASEM-Gipfel in der Mongolei. Zu dessen Auftakt wandte sich der Blick der 31 Staats- und Regierungschefs aus Asien und Europa allerdings nach Nizza. Sie begannen das Ereignis mit einer Schweigeminute im Gedenken an die Opfer der Attacke der Nacht.

Der EU-Ratspräsident Donald Tusk zeigte sich angesichts der Ereignisse im Süden Frankreichs erschüttert: „Es ist ein trauriger Tag für Frankreich, Europa und uns alle hier in der Mongolei.“ Es sei ein Angriff auf die Menschen in Frankreich gewesen, die Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit gefeiert hätten. „Wir stehen vereint mit den Menschen und der Regierung Frankreichs in ihrem Kampf gegen Gewalt und Terrorismus“, sagte Tusk.

Auf Twitter sprach Tusk anschliessend von einem „tragischen Widerspruch“, dass die Opfer dort am französischen Nationalfeiertag „Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit“ feierten – den Wahlspruch Frankreichs.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel, die ebenfalls in der Mongolei weilt, drückte ihre Betroffenheit in einer Video-Botschaft aus:

Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck, der derzeit auf Staatsbesuch in Uruguay weilt, sprach von „einem Angriff auf die gesamte freie Welt“. Der Anschlag gelte den Werten der französischen Revolution, „die auch unsere Werte sind“, sagte Gauck.

„Wir wissen um das Wesen der französischen Republik“

Solidarische Worte kommen bereits in der Nacht auch aus Washington. Präsident Barack Obama verurteilte den Anschlag auf das Schärfste und sagte: „Wir stehen in Solidarität und Partnerschaft an der Seite Frankreichs, unseres ältesten Alliierten.“ Die USA böten der französischen Seite alle erdenkliche Hilfe an, um auf die Attacke zu reagieren. „Am Tag der Bastille erinnern wir uns der ausserordentlichen Ausdauer und der demokratischen Werte, die Frankreich zu einer Inspiration für die ganze Welt gemacht haben“, sagte Obama. „Wir wissen, dass das Wesen der französischen Republik lange über diesen verheerenden und tragischen Verlust von Leben hinaus andauern wird.“

Der ehemalige französische Präsident Nicolas Sarkozy twitterte bereits kurz nach Mitternacht:

„Tiefes Mitgefühl und unendliche Traurigkeit angesichts der Attacke in Nizza. Solidarität mit den Bewohnern von Nizza und den Einwohner (des Departements) Alpes-Maritimes.“

Die Bürgermeisterin von Paris, Anne Hidalgo, deren Stadt im November von terroristischen Anschlägen mit mehr als 130 Toten getroffen worden war, twitterte: