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Flüchtlinge

Asylanträge im dritten Quartal: die wichtigsten Zahlen

von Bernhard Schinwald / 10.12.2015

Die hohe Zahl an Flüchtlingen, die über die Sommermonate nach Europa kamen, finden erwartungsgemäß auch in den Zahlen der Asylanträge ihren Niederschlag. Eurostat veröffentlichte am Donnerstag die Asylzahlen für das dritte Quartal. Die wichtigsten finden Sie hier im Überblick.

  • 413.815 Menschen haben im dritten Quartal erstmals in einem EU-Land um Asyl angesucht. Das entspricht einem Plus von 94 Prozent gegenüber dem zweiten Quartal (231.200 Anträge).
  • Die meisten Anträge wurden in Deutschland (108.305) und in Ungarn (108.085) gestellt. In Österreich waren es 27.600.
  • 81,4 Prozent aller Anträge in der EU wurden in jenen Mitgliedsländern gestellt, die im Verhältnis zu den Einwohnern über dem EU-Schnitt liegen. Österreich zählt auch zu dieser Gruppe.
  • Im Verhältnis zu einer Million Einwohner kam Ungarn auf 10.974 Asylgesuche, Österreich auf 3.215. Zum Vergleich: In Kroatien waren es acht und in der Slowakei drei.
  • 33 Prozent der Anträge wurden von syrischen Staatsangehörigen gestellt, 14 Prozent von Afghanen und elf Prozent von Irakern. Auch in Österreich stellen diese drei Nationen die meisten Asylanträge.
  • Ende September 2015 waren die Anträge von 808.000 Flüchtlingen noch anhängig. Die meisten davon in Deutschland (366.000) und in Ungarn (107.500). Für Österreich liegen dazu keine Daten vor.