Athen liefert die Reformliste erst am Dienstag

von Bernhard Schinwald / 23.02.2015

Wie Reuters am Montagabend berichtet, wird die griechische Regierung die Liste mit den Reformvorschlägen erst am Dienstagmorgen den Finanzministern der Eurozone vorlegen. Die Verspätung sei mit den Eurogruppen-Vertretern abgesprochen.

Die Liste soll dem Bericht zufolge unter anderem strukturelle Maßnahmen zur Bekämpfung von Steuervermeidung und Korruption sowie zur Restrukturierung des öffentlichen Sektors enthalten. Laut einem Regierungsvertreter seien aber auch Maßnahmen angedacht, die der „humanitäre Krise“ im Land entgegenwirken sollen.

Für Dienstag, 11 Uhr (Athener Ortszeit) ist eine Kabinettssitzung der griechischen Regierung geplant. Am Nachmittag sollen sich dann die Finanzminister der Eurozone in einer Telefonkonferenz mit den Vorschlägen befassen.

Was eine vorläufige Einigung zwischen Griechenland und der EU bedeutet und wie es in den nächsten vier Monaten weitergehen wird, erklärt René Höltschi, NZZ-Korrespondent in Brüssel: