Chronologie des fortschreitenden Zerfalls: Was bisher geschah

von Bernhard Schinwald / 21.01.2015

Die Highlights aus drei Monaten der Zerfallsberichterstattung aus dem Phänomen „Eurosklerose“.

Europa bleibt zu Hause – warum das ein Problem ist. Der jüngste Migrationsbericht der OECD zeigt die mangelnde Mobilität der europäischen Bevölkerung. Für die Wirtschaft wäre das auch schlecht, wenn die Bevölkerung nicht schrumpfen und älter würde.

Die beziehungsunfähige Union. Die Union wollte 2004 mit ihrer Nachbarschaftspolitik einen „Ring wohlregierter Staaten“ schaffen. Zehn Jahre später ist es eher ein „Ring of Fire“, der die Union umgibt. Was schiefgelaufen ist.

Zum Euro drängt schon längst nicht mehr alles. Galt der Euro in seinen ersten Jahren noch als Stabilitäts- und Wachstumsgarant, verging potenziellen Neumitgliedern spätestens seit der Eurokrise die Lust auf die schnelle Einführung. Ein Blick auf die Zahlen zeigt: Es ist ihnen nicht zu verdenken.

Wie Ökonomen Junckers Investitionspaket beurteilen. Kommissionspräsident Juncker glaubt, aus 21 Milliarden Euro 315 Milliarden Euro machen und damit die europäische Wirtschaft retten zu können. Wiener Ökonomen sind da ein bisschen skeptischer.

Malta wird mit seinen Problemen alleingelassen. Geografisch liegen zwischen Schengen und Dublin 974,44 Kilometer Luftlinie. Im europäische Regelwerk liegen zwischen Schengen und Dublin die verdrängten Missstände der gemeinsamen Asylpolitik.