EU-Kommission leitet Untersuchungen gegen Google ein

von Bernhard Schinwald / 15.04.2015

Die EU-Kommission macht im Streit um die Marktmacht von Google nun Ernst. Wie Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager am Mittwoch mitteilte, werde die Kommission die Marktmacht des Suchmaschinenanbieters und mögliche Benachteiligungen der Konkurrenz unter die Lupe nehmen.

Die EU macht Ernst gegen Google

„I am concerned that the company has given an unfair advantage to its own comparison shopping service, in breach of EU antitrust rules“, sagte Vestager am Mittwoch. Sollte die Kommission dem US-Konzern eine Benachteiligung nachweisen können, drohen Milliardenstrafen.

Ein ähnliches Wettbewerbsverfahren führte die EU-Kommission in den Nullerjahren gegen Microsoft. Der Vorwurf lautete damals, dass der US-Softwareriese mit standardmäßigen Vorinstallation des Internet Explorers und Windows Media Players andere Marktteilnehmer systematisch benachteiligte. Zwischen 2004 und 2013 und musste der Softwareriese über zwei Milliarden Euro an Strafen zahlen.

Google wird nun vorgeworfen, dass es bei der Ausgabe von Suchergebnissen eigene Dienste höherreihen würde. Dadurch würden andere Dienstanbieter benachteiligt.

Zu den Geschädigten dieser Geschäftspraxis und den lautesten Google-Kritikern zählt auch Microsoft.