Europa-2020-Ziele in weiter Ferne

von Bernhard Schinwald / 02.03.2015

Bis 2020 verpflichtet sich die Europäische Union, bestimmte Ziele bei Beschäftigung, Forschung, Bildung und Klima zu erreichen. Ein am Montag präsentierter Zwischenstand zeigt: Es gibt einiges aufzuholen.

Die Europäische Union und ihre Mitgliedstaaten wollen wachsen, sie wollen richtig wachsen. Darum verpflichten sie sich alle zehn Jahre einem Plan mit definierten Zielen für ein „intelligentes, nachhaltiges und integratives Wachstum“. Für die 2010er Jahre wurden vor fünf Jahren die „Europa 2020“-Ziele gesetzt.

Eurostat präsentierte am Montag einen Überblick über die letzten Zahlen und stellte sie den Zielen bis 2020 sowie ihren jeweiligen Ausgangswerten von 2008 gegenüber.

Fortschritte gibt es demnach bei der Reduktion von Treibhausemissionen, des Endenergieverbrauchs und der Zahl der frühzeitigen Bildungsabbrecher sowie bei der Erhöhung der Akademikerquote. Nur wenig Fortschritte gibt es hingegen bei den Ausgaben für Forschung und Entwicklung (drei Prozent des BIP). Ein negatives Ergebnis gibt es weiterhin bei der Beschäftigung und dem Anteil von armutsgefährdeten Personen. Bei Kennzahlen sind nicht nur der 2020-Zielmarke fern, sondern liegen jeweils hinter den Basiswerten von 2008.