Juncker verliert die Geduld & der „Grexit“ seinen Schrecken

von Bernhard Schinwald / 08.06.2015

Warum er mit einem bestimmten „Freund“ nun aber die Geduld und der „Grexit“ beim Blick in die Wirtschaftsgeschichte seinen Schrecken verliert, lesen Sie in unserem heutigen Europabriefing.

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GRIECHENLAND

 

Juncker verärgert. Seit die Regierung von Alexis Tsipras in Athen das Ruder übernommen hat, hat sie sich reihenweise mit den zentralen Akteuren im Eurozonen-Theater überworfen. Einer der Letzten, der noch bereit war, Tsipras die Stange zu halten und auf einen Kompromiss hinzuarbeiten, war Jean-Claude Juncker. Nun scheint aber auch der die Nase von Tsipras und dessen mangelnder Kooperationsbereitschaft voll zu haben.

NZZ-Korrespondent Christoph Eisenring berichtet von einer Pressekonferenz am Rande des G7-Gipfels, bei der der Kommissionspräsident seinem Ärger freien Lauf ließ.

Auf NZZ.at: Tsipras brüskiert seine letzten Freunde

Austrittauswirkungen. Spätestens, wenn Ende Juni die Hilfsprogramme für Griechenland ersatzlos auslaufen, wird sich die Zukunft der griechischen Mitgliedschaft in der Eurozone entscheiden. Für die Europäische Währungsunion wäre dies der erste Austritt, dessen politische Folgen nicht abzusehen sind. Wirtschaftlich muss der Austritt – entgegen der Warnungen vielerorts – nicht zu einem Desaster führen, wie ein Blick in die Nachkriegsgeschichte zeigt.

NZZ-Wirtschaftsredakteur Thomas Fuster über Austritte anderer Länder aus anderen Währungsunionen und deren Auswirkungen auf das Wachstum.

Auf NZZ.at: Der „Grexit“ muss kein wirtschaftliches Desaster sein

 

 LUXEMBURG

 

Kein Ausländerwahlrecht. Die Luxemburger haben sich in einer Konsultativabstimmung überraschend klar gegen ein nationales Ausländerwahlrecht ausgesprochen. 78 Prozent stimmten gegen ein aktives Wahlrecht für Ausländer, die seit über 10 Jahren in Luxemburg wohnen. Das Resultat ist eine Schlappe für die Regierung des liberalen Premiers Xavier Bettel.

NZZ-Korrespondent Niklaus Nuspliger berichtet aus dem Großherzogtum.

Auf NZZ.at: Luxemburger stimmen gegen ein Wahlrecht für Ausländer

 

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