Something is rotten in the state of Denmark (and of Greece)

von Bernhard Schinwald / 12.06.2015

Wie ein Urteil des griechischen Verfassungsgerichts die Verhandlungen verkompliziert und wer in Dänemark wirklich das Sagen hat, lesen Sie im heutigen Europabriefing.

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GRIECHENLAND

 

Brisantes Urteil. Griechenlands Oberstes Verfassungsgericht lehnt die 2012 verfügte Kürzung der Altersrenten als verfassungswidrig ab. Das Urteil kommt zu einem Zeitpunkt, an dem die internationalen Kreditgeber weitere Einsparungen bei den Renten verlangen. Der Entscheid des Verwaltungsgerichts wird die Regierung in ihrer Haltung bestärken und eine Einigung mit den Gebern erschweren.

NZZ-Korrespondent Marco Kauffmann Bossart kennt die Einzelheiten.

Auf NZZ.at: Griechische Rentenkürzungen für verfassungswidrig erklärt

18. Juni. Die Stimmung bei den Gesprächen der letzten beiden Tage war nicht sonderlich rosig. Die Unterhändler des IWF haben die Verhandlungen vorerst verlassen und selbst Ratspräsident Tusk äußert sich mit deutlichen Worten. Die Geldgeber haben unterdessen klar gemacht, dass sie von ihrem „letzten Angebot“ nicht mehr abrücken werden. Bis 18. Juni soll nun eine Einigung stehen.

René Höltschi, NZZ-Korrespondent in Brüssel, bringt Sie auf den letzten Stand der Verhandlungen.

Auf NZZ.at: Neue Deadline für einen Deal ist der 18. Juni

 

 

 DÄNEMARK

 

Something is rotten in the state of Denmark. Die Dänen wählen am 18. Juni ihr neues Parlament. Die regierenden Sozialdemokraten unter der Führung von Premierministerin Helle Thorning-Schmidt liegen in Umfragen derzeit vorn.

Doch unabhängig vom Ausgang wird sich an den entscheidenen Stellen im Land nur wenig ändern. Die Universität Kopenhagen hat in einer Studie die 423 einflussreichsten Dänen vorgestellt. Nur wenige davon sind Politiker.

NZZ-Autor Niels Anner hat sich die Sache angesehen.

Auf NZZ.at: Wer in Dänemark wirklich das Sagen hat

 

 

EU-KOMMISSION

 

Amazon im Visier. Die Wettbewerbshüter der Kommission wollen prüfen, ob Verlage den US-Handelsriesen über die Konditionen von Mitbewerbern im Handel informieren müssen. Sollte sich der Verdacht bestätigen, drohen Amazon Strafzahlungen sowie eine Änderung dieser Praktiken, berichtet René Höltschi aus Brüssel.

Auf NZZ.at: Brüssel nimmt Amazon ins Visier

 

 

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