Griechenland vor der Entscheidung: Was bisher geschah

von Bernhard Schinwald / 21.01.2015

Am 8. Dezember verlängern die Eurogruppen-Finanzminister das auslaufende EFSF-Hilfsprogramm um zwei Monate. Beinahe gleichzeitig entscheidet der griechische Premier Andonis Samaras, die Präsidentschaftswahlen noch vor Jahreswechsel abzuhalten. Die Präsidentschaftswahlen ziehen sich über drei Wahlgänge. Samaras schafft es nicht, die notwendige Mehrheit hinter seinen Kandidaten zu bringen. Mit dem Scheitern werden automatisch Neuwahlen binnen vier Wochen fällig.

Die Ankündigung der Neuwahlen und die Aussicht auf einen Sieg des Linksbündnisses SYRIZA sorgt für Sorgen in der Europäischen Union. SYRIZA unter der Führung von Alexis Tsipras verspricht den Wählern einen Schuldenschnitt und das Ende der Sparpolitik. Mit dem internationalen Hilfsprogramm sind diese Versprechen nur schwer vereinbar. Das totgeglaubte Schreckgespenst des Austritts Griechenlands aus der Eurozone, kurz: „Grexit“, ist plötzlich wieder in aller Munde.