Kommissionspräsident Juncker fordert mehr Anstrengungen von Athen

von Bernhard Schinwald / 21.04.2015

Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, der in einem Interview mit Politico.eu einen „Grexit“ noch „zu 100 Prozent“ ausschloss, sagte Dienstagnachmittag nach seinem Treffen mit Vizekanzler Reinhold Mitterlehner in Wien:

Wir sind überhaupt nicht zufrieden mit dem bisherigen Verlauf der Gespräche. Es braucht dringend eine größere Anstrengung der griechischen Seite, damit wir dieses Thema im beiderseitigen Interesse abschließen können.

Und weiter:

Es kommt nicht infrage, dass man Griechenland fallen lässt. Es kommt aber auch nicht infrage, dass wir Griechenland um jeden Preis unterstützen werden.

Ewald Nowotny, Gouverneur der Oesterreichischen Nationalbank, sagte dem US-Finanzsender CNBC am Montag, der Austritt Griechenlands aus der Eurozone hätte nicht mehr die gleichen Auswirkungen wie noch vor zwei Jahren: „Ich sehe keine Ansteckungsgefahr im finanziellen oder wirtschaftlichen Sinn. Psychologische oder politische Konsequenzen kann ich nicht einschätzen.“