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Österreich tanzt bei der Arbeitslosigkeit aus der Reihe

von René Höltschi / 05.04.2016

Im Euro-Raum ist die saisonbereinigte Arbeitslosenquote von 10,4 Prozent im Januar auf 10,3 Prozent im Februar gesunken. Dies teilte das EU-Statistikamt Eurostat am Montag mit. Die Kennzahl hat damit den tiefsten Wert seit August 2011 erreicht. Allerdings liegt sie noch immer weit über den 2008 kurz vor dem Ausbruch der Finanzkrise erreichten Werten von gut 7 Prozent, da sich die schleppende Erholung nur langsam auf den Arbeitsmärkten niederschlägt.

In der ganzen EU (EU-28) betrug die Arbeitslosenquote im Februar 8,9 Prozent, womit sie gegenüber dem Vormonat unverändert blieb, aber deutlich unter dem Wert desselben Vorjahresmonats von 9,7 Prozent lag. EU-weit waren im Berichtsmonat 21,65 Millionen Menschen arbeitslos, davon 16,63 Millionen im Euro-Raum. Gegenüber Januar ist die Zahl in der EU-28 um 59.000 und in der Euro-Zone um 39.000 Personen gesunken.

Im Februar reichte das Spektrum der Arbeitslosenquoten von 4,3 Prozent in Deutschland und 4,5 Prozent in Tschechien bis zu 20,4 Prozent in Spanien und 24 Prozent in Griechenland (Dezember). Aus der Reihe tanzt der einstige Musterschüler Österreich: Seine Arbeitslosenquote stieg von 5,4 Prozent im Februar 2015 auf 6 Prozent im Februar 2016, während sie im selben Zeitraum in 24 der 28 EU-Staaten sank und in Belgien stagnierte. Besonders stark zurück ging sie über ein Jahr betrachtet in Zypern, Spanien und Bulgarien.