Ein gefährliches Spiel – auch Mutti macht sich Sorgen

von Bernhard Schinwald / 15.06.2015

Wie es mit Griechenland-Verhandlungen nun weitergeht und wie Spanien im Wahljahr nach links rückt, lesen Sie im heutigen Europabriefing.

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GRIECHENLAND

 

Scheiterhaufen. Ein „letzter Versuch“ zur Überbrückung der Differenzen zwischen Griechenland und seinen Kreditgebern ist am Sonntagabend vorerst gescheitert. Bis zur Eurogruppe am Donnerstag bleibt dennoch Zeit, eine Lösung zu finden. Denn kommt sie bis dahin zustande, kann sie von den Finanzministern abgesegnet und von den Regierungen bestätigt werden. Scheitert sie jedoch, muss die Eurogruppe über erste Notmaßnahmen beraten.

NZZ-Korrespondent René Höltschi berichtet aus Brüssel:

Auf NZZ.at: Verhandlungen mit Athen sind vorerst gescheitert

Muttis Sorgen. Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel versucht alles, um Athen in der Eurozone zu halten – auch gegen Widerstände in der eigenen Partei. Auf keinen Fall soll der Eindruck entstehen, dass Deutschland unter ihrer Führung an den Folgen eines „Grexit“ schuld sei.

NZZ-Autor Joachim Riecker über die Sorgen der Kanzlerin.

Auf NZZ.at: Merkel hofft auf einen späten Kompromiss mit Athen

 

 

 SPANIEN

 

Linksruck. Die Kommunal- und Regionalwahlen haben in Spanien zu einem Linksruck geführt. Die drei größten Städte des Landes werden von linksalternativen Bündnissen regiert. Erste Bewährungsproben für die politischen Newcomer werden die Budgets 2016. Die Städte sind hochverschuldet, der Spielraum für die Umsetzung großzügiger Wahlversprechen ist demnach eng, und die Koalitionen stehen mitunter auf wackeligen Beinen.

Cornelia Derichsweiler, NZZ-Korrespondentin in Madrid, schafft einen Überblick.

Auf NZZ.at: Umwälzungen in Spaniens Rathäusern

 

 

EU-NACHBARSCHAFT

 

Gefährliches Desinteresse. Mazedonien bietet Anschauungsunterricht darin, wie Krisenbewältigung nicht geht. Auch in Bosnien-Herzegowina ist zwanzig Jahre nach Kriegsende niemandem zum Feiern zumute. Die EU und die NATO müssen zwar alles daransetzen, den Frieden auf dem Balkan zu wahren – aber nicht auf Kosten der politischen Weiterentwicklung und Demokratisierung.

Ein Gastkommentar des Politikwissenschaftlers Toby Vogel.

Auf NZZ.at: Gefährliches Desinteresse am Balkan

 

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