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Reaktionen auf die Anschläge

Unterstützung für Frankreich

von NZZ Neue Zürcher Zeitung / 14.11.2015

Als Reaktion auf die Terroranschläge vom Freitagabend titelt Zeitung Le Figaro: „Krieg mitten in Paris“. Frankreichs Politiker geben sich kämpferisch. Sie erhalten Unterstützung aus der ganzen Welt.

Der französische Präsident François Hollande hat ein entschlossenes Vorgehen gegen die Verantwortlichen der Terrorwelle in Paris angekündigt. „Wir werden den Kampf anführen. Wir werden gnadenlos sein“, erklärte Hollande am Samstagmorgen vor dem Konzerthaus Bataclan, wo mehr als 100 Menschen getötet worden waren.

Hollandes entschlossenes Auftreten wird von anderen Politikern geteilt. Der frühere Ministerpräsident und heutige Bürgermeister von Bordeaux, Alain Juppé twitterte: „Schreckliche Anschläge in Paris. Frankreich muss gegen diese tödliche Bedrohung zusammenstehen.“ In einem späteren Tweet sprach er von der Entschlossenheit, Krieg zu führen. Er stehe hinter den Sicherheitskräften.


Auch die Medien zogen den Vergleich zum Krieg. Die Zeitung Le Figaro am Samstag: „Krieg mitten in Paris“, „Der Horror“ titelt L’Equipe.

Aus dem Ausland trafen Beileidsbekundungen ein. Der amerikanische Präsident Barack Obama verurteilte die Anschläge in Paris. Sie seien der „abscheuliche Versuch, unschuldige Zivilisten zu terrorisieren“, sagte Obama am Freitagabend, nachdem die Gewaltwelle in der französischen Hauptstadt bekannt geworden war.


Es handele sich nicht nur um Anschläge auf Paris oder das französische Volk, sondern auf die gesamte Menschheit, sagte Obama in Washington. Es sei zu früh, um darüber zu spekulieren, wer für die Attacken verantwortlich sei. Obama bot die Hilfe Amerikas bei der Bekämpfung des Terrors an. „Wir werden tun, was immer auch getan werden muss, um diese Terroristen zur Verantwortung zu ziehen“, sagte der US-Präsident.

Eine Sprecherin des chinesischen Außenministeriums sagte, dass China „zutiefst schockiert“ sei über die Attacken in Paris. Im Kampf gegen Terrorismus stehe sein Land in Solidarität an der Seite Frankreichs. „Terrorismus ist eine gemeinsame Herausforderung, mit der die Menschheit konfrontiert ist. China unterstützt Frankreich entschlossen bei der Wahrung von dessen nationaler Sicherheit und Stabilität und im Kampf gegen Terrorismus.“

Auch die Türkei hat ihre Verbundenheit mit Frankreich zum Ausdruck gebracht. „Diese Anschläge richten sich nicht nur gegen das französische Volk, sondern gegen die gesamte Menschheit, gegen Demokratie und Freiheit und alle gültigen Werte“, erklärt Ministerpräsident Ahmet Davutoğlu. Die Türkei stehe Frankreich im Kampf gegen den Terrorismus zur Seite.

In Gedanken bei Frankreich

Kurz nach den Anschlägen hatte sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel zu Wort gemeldet. „Ich bin tief erschüttert von den Nachrichten und Bildern, die uns aus Paris erreichen“, sagte sie. Ihre Gedanken seien in diesen Stunden bei den Opfern der offensichtlich terroristischen Angriffe, ihren Angehörigen sowie allen Menschen in Paris.


Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier, der neben Hollande im Stade de France gesessen hatte als die Explosionen zu hören waren, zeigte sich „entsetzt und erschüttert“ über die Ereignisse. „Wir stehen an der Seite Frankreichs“, erklärte er auf Twitter.

Auch die schweizerische Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga meldete sich auf Twitter zu Wort. Die Gedanken der Schweiz seien bei Frankreich nach den Anschlägen in Paris. Auch Spitzenpolitiker der Europäischen Union und mehrerer Länder wie Russland, Italien, Großbritannien und die USA drückten Frankreich nach der Anschlagsserie ihre Solidarität aus.