Was Sie am Montag wissen müssen

von Bernhard Schinwald / 02.03.2015

Dijsselbloem ist bereit zu helfen, Varoufakis ist bereit zu zahlen, und auch Schäuble gibt sich neuerdings sanftmütig. Was Sie am Montag über die griechischen Nöte und Hilfsversuche wissen müssen.

Dijsselbloem: Erste Zahlung an Athen bereits im März möglich (Paywall)

Angesichts der finanziellen Notlage der griechischen Regierung könnte nun die Eurogruppe einspringen. Jeroen Dijsselbloem, Vorsitzender des Gremiums der Eurozonen-Finanzminister, sagte in einem Interview mit der Financial Times, er wäre bereit, einen ersten Teil der ausstehenden Tranche bereits in diesem Monat auszuzahlen. Die vorzeitige Zahlung käme allerdings nur zustande, wenn Athen sofort mit der Umsetzung der Reformen beginne. Dijsselbloem:

My message to the Greeks is: Try to start the programme even before the whole renegotiation is finished. There are elements that you can start doing today. If you do that, then somewhere in March, maybe there can be a first disbursement. But that would require progress and not just intentions.

Varoufakis: Rückzahlung an den IWF hat oberste Priorität

Nachdem er Ende letzter Woche noch von einer möglichen Umgehung der Rückzahlungen gesprochen hat, verspricht der griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in einem Interview mit der BBC, die Rückzahlungen an den IWF im März zur obersten Priorität zu machen. Die griechische Regierung sei dafür bereit, sagte Varoufakis.

Der weitere Rückzahlungsplan für Athen sieht für das Jahr 2015 folgendermaßen aus:

Sanftere Töne von Schäuble

Einen sanfteren Ton schlägt auch der deutsche Finanzminister Wolfgang Schäuble an. In einem Interview mit der Bild am Sonntag sagte er, man müsse der neuen griechischen Regierung ein bisschen Zeit geben. Er betonte aber, dass Athen die Auflagen erfüllen muss. Nur dann könne es die versprochenen Hilfszahlungen bekommen.