Bestrafte Banken

von Lukas Sustala / 23.05.2015

Diese Woche sind Banken in Österreich und anderswo abgestraft worden. Zunächst hat die US-Ratingagentur Fitch die größten Banken Österreichs in ihrer Bonität herabgestuft, weil ihre Analysten künftig nicht mehr erwarten, dass der Staat im Krisenfall beispringt. Auch andere europäische Banken wurden für die weniger wahrscheinliche Beistandsgarantie ihrer jeweiligen Staaten herabgestuft, österreichische und deutsche Institute waren aber besonders betroffen.

Für die wirklichen Großbanken, also jene, deren Logos in den Finanzzentren New York und London schon von weitem zu sehen sind, hatten einige Behörden weitere Milliardenstrafen bereit. Diesmal ging es vor allem um die Manipulation von Devisenkursen wie Euro-Dollar. Für sechs Banken ging es um rund sechs Milliarden Dollar an neuen Strafzahlungen.

Nach Strafzahlungen fühlen sich auch die aktuell extrem niedrigen, und mancherorts auch negativen Zinsen an. Die Europäische Zentralbank hat diese Woche in einem Papier sehr klar Stellung bezogen gegen die Kritiker ihrer lockeren Geldpolitik. Es wird aber nicht der letzte Kommunikationsbedarf der Europäischen Zentralbank sein, um Sparer in Deutschland oder Österreich zu beruhigen.