AP / Gert Eggenberger

Was bisher geschah

Déjà-vu vor dem Pensionsgipfel

von Leopold Stefan / 26.02.2016

In der Vergangenheit gab es etliche Versuche, die Altersvorsorge nachhaltiger zu gestalten. Ernst gemeint war es nie. Während immer mehr Österreicher immer älter werden, bleibt das Pensionssystem seit Jahrzehnten gleich.

Über zehn Jahre ist die letzte größere Pensionsreform in Österreich her. Das mag was heißen, angesichts der langen Geschichte an minimalen Anpassungen, die als Großprojekt „Pensionsreform“ in der 2. Republik durchgegangen sind.

Kurz vor dem nächsten Pensionsgipfel am 29. Februar wiederholt sich ein altes Muster: Vorschläge zur nachhaltigen Gestaltung, wie der Anhebung des gesetzlichen Antrittsalters und der Gleichbehandlung der Geschlechter, scheitern am beharrlichen Widerstand der Gewerkschaften und Pensionistenvertreter. An den strukturellen Problemen des heimischen Umlageverfahrens – immer weniger Beiträge finanzieren immer höhere Auszahlungen – haben die Reformen bisher wenig geändert. Die Österreicher gehen weiterhin im Alter von 60 in Pension, leben heute aber fast um ein Jahrzehnt länger, als noch vor 50 Jahren.

Eine altbekannte Geschichte der Pensionsreform: