Der Dollar behält seine Vormachtstellung

von Lukas Sustala / 01.04.2015

Der Dollar gewinnt wieder an Bedeutung als weltweite Reservewährung. Schwellenländer straucheln angesichts der jüngsten Dollar-Stärke. Und selbst Nouriel Roubini findet positive Worte über die wirtschaftliche Entwicklung in der Eurozone. Ein Walkthrough.

Der Dollar dominiert. Mark Twain würde über den US-Dollar wohl sagen: Die Nachrichten über seinen Tod sind stark übertrieben. Der Dollar ist gemessen an neuen Daten des Internationalen Währungsfonds unangefochten die wichtigste Reservewährung der Welt. Devisenbestände werden in keiner anderen Währung so gern veranlagt wie im US-Dollar. Der Marktanteil des Greenback ist zuletzt sogar wieder gestiegen und hat im vierten Quartal 2014 den höchsten Stand seit sechs Jahren erreicht. Allein, der höhere Anteil ist vor allem auch auf die jüngste Euro-Schwäche zurückzuführen. Die Gemeinschaftswährung verliert an Bedeutung als Reservewährung.

Der Dollar: Leitwährung, continued
Der Dollar: Leitwährung, continued

Schwellenländer schwächeln. Ein Blick auf die weltweiten Währungsreserven zeigt aber noch etwas anderes: Schwellenländern geht die finanzielle Luft aus (Paywall). Die Financial Times hat eine Reihe von Daten zusammengetragen, die zeigen, dass die Währungsreserven der Schwellenländer erstmals seit Jahrzehnten gefallen sind:

Foreign currency reserves in emerging markets fell last year for the first time in two decades, as developing economies found themselves beset by waning competitiveness, capital outflows and concerns over US monetary policy.

Das wird auch für die USA und Europa Folgen haben. Denn niemand hat mit einem ähnlichen Elan in den vergangenen zehn Jahren die immer größeren Volumina an Staats- und Unternehmensschulden gekauft wie chinesische, indische oder brasilianische Reservemanager.

Mehr geht immer. Investoren bleiben aber optimistisch für europäische Aktienmärkte. In den ersten drei Monaten gab es zwar schon hohe Gewinne (ein Plus von 18 Prozent), aber wie eine Reihe von Interviews des Wall Street Journal zeigen, die Stimmung bleibt sehr positiv – auch dank der EZB.

Roubini, mal positiv. Selbst der Über-Pessimist, Crash-Ökonom Nouriel Roubini, findet „Signs of Life“ in der Eurozone.

Ben bloggt, Teil zwei. Nahezu ohne Unterlass bloggt Ben Bernanke zur Geldpolitik, diesmal geht es um die „säkulare Stagnation“, also eine anhaltende Stagnation in westlichen Volkswirtschaften.

Amerika braucht seine Könige. Bloomberg: All hail Jeffrey Gundlach, the New Bond King.