Die Top-Städte für Top-Verdiener

von Lucie Paska / 02.09.2016

In Zürich lohnt es sich besonders, Anwalt zu sein. In New York dagegen sind Händler und Fondsmanager am weichsten gebettet. Für Frankofone ist Paris zwar ein gutes Pflaster, doch sind in London die Gehälter noch etwas höher.

Eigentlich verdient man als Anwalt, Berater, IT-Entwickler oder Marketing-Manager in Grossstädten wie New York, Paris, London oder Zürich in der Regel ganz anständig. Und doch können die Unterschiede beträchtlich sein, wie eine Untersuchung des Datendienstleisters Emolument.com zeigt.

Fondsmanager und Händler zum Beispiel sahnen in New York so richtig ab, während ihre Kollegen in Paris weniger als die Hälfte verdienen – alle Boni inklusive. Dafür sollte man sich als Anwalt vorteilhafterweise in Zürich niederlassen, wo das Gehalt mindestens um einen Drittel höher liegt als in den anderen drei untersuchten Metropolen. Daran ändert auch der Abzug der relativ hohen Lebenshaltungskosten in der Schweiz nichts. Da es für Anwälte allerdings eine Rolle spielt, wo sie ihr Patent gemacht haben, ist ihre geografischen Flexibilität um einiges geringer als diejenige von Bankern oder IT-Spezialisten. Auch für diese ist Zürich gemäss der Vergleichsstudie ein heisser Tipp.

Ein Fakt bleibt aber, dass in der Finanzindustrie weltweit die attraktivsten Löhne bezahlt werden, wobei Boni hier einen besonders grossen Bestandteil der Einkünfte ausmachen. Die hohe Konzentration an Finanzexperten in den vier erwähnten Städten trägt denn auch dazu bei, dass die Lebenshaltungs- und insbesondere die Wohnkosten an bevorzugten Lagen unaufhaltsam steigen.