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Negativzinsen essen Bargeld auf

von Lukas Sustala / 04.02.2016

Die neue Debatte um Einschränkungen von Barzahlungen ab 5.000 Euro wird viele Ökonomen freuen – denn die „ Negativzinsen„Negativzinsen“ sind natürlich ein furchtbarer Euphemismus, beschreiben aber, dass die Zentralbanken die Leitzinsen so stark gesenkt haben, dass Banken auf ihre Reserven und Einlagen bei der Notenbank Strafzinsen zahlen müssen. Wer sich Geld borgt, wird bezahlt, wer Geld auf die Seite legt, muss dafür löhnen. “ der Zentralbanken können mit Cash leicht umgangen werden. Und da Notenbanken mit aktivistischen Versuchen die Wirtschaft ankurbeln wollen, werden die Diskussionen um das Bargeldverbot so schnell nicht verstummen. 

Die Pläne der deutschen Regierung, Bargeldzahlungen einzuschränken, sind sehr umstritten. Nicht nur die deutsche Bundesbank ist dagegen. Weil Bargeld in Deutschland und Österreich nach wie vor zentrale Bedeutung im Zahlungsverkehr hat, sind Einschränkungen in der Bevölkerung unbeliebt. Bei Ökonomen haben sie jedoch Hochkonjunktur. Und zwar, weil die Geldpolitik mit weniger Bargeld möglicherweise besser funktioniert.

Das ist zwar keine ausgemachte Sache, aber weil immer mehr Notenbanken auf die absurden Negativzinsen setzen, könnte die Debatte um ein Bargeldverbot wieder aufflammen.


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