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Niedrige Bildung ist das größte Job-Risiko

von Lukas Sustala / 11.02.2016

„Bildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit.“ Der Vorstand des österreichischen Arbeitsmarktservice, Johannes Kopf, hat in einem Interview Daten präsentiert, die zeigen, wie schwer es auf dem Arbeitsmarkt ohne entsprechenden Bildungsabschluss aktuell ist. Jeder vierte Mensch mit Pflichtschulabschluss war 2015 arbeitslos.

Zwar versucht das Arbeitsmarktservice mit Bildungsangeboten die Nachqualifizierung von Jugendlichen. Doch die Lage sei teilweise dramatisch und das Arbeitsmarktservice „nicht stark genug“, um die nötigen Qualifizierungsmaßnahmen voranzutreiben. In Wien etwa ist die Arbeitslosenrate bei Pflichtschulabsolventen noch einmal deutlich höher und liegt bei 39 Prozent.

Kopf warnt, dass die Jobs für niedrig ausgebildete Arbeitskräfte hierzulande immer mehr verschwinden. Der österreichische Arbeitsmarkt sei bestimmt von den „großen Trends“ Globalisierung, Technologisierung und Ökologisierung. Unternehmen suchen daher eher gut gebildete Arbeitskräfte. Das Bildungssystem bereite auf diese Herausforderungen aktuell noch nicht gut genug vor, geht auch aus den jüngsten Daten des PISA-Tests hervor, die Lese- und Rechenschwächen aufgezeigt haben. Aber das AMS kann laut Kopf nicht die Institution sein, um diese Defizite aufzuholen.