Russischer Zick-Zack-Kurs gegen den Rubel-Trubel

von Lukas Sustala / 30.01.2015

Die russische Zentralbank hat am Freitag die Leitzinsen gesenkt. Das kam für die meisten Investoren und Ökonomen überraschend, kämpft Russland doch nach wie vor mit den Folgen des schwachen Rubels, allen voran die hohe Inflation. Doch geht es nach der Central Bank of Russia, muss die Geldpolitik jetzt das Wachstum stimulieren, daher die Zinssenkung von 17 auf 15 Prozent:

The decision taken is aimed at averting the sizeable decline in economic activity against the background of negative external factors.

Dabei befindet sich Russland noch im selben tiefen Trauertal wie noch im Dezember, als die Zentralbank über Nacht die Zinsen von 10 auf 17 Prozent hochgeschnalzt hat, um den Rubel zu stärken. Der drastische Ölpreiszerfall wird die Wirtschaft im ersten Halbjahr um 3,2 Prozent einbrechen lassen. Gleichzeitig dürfte die Inflation nach der kräftigen Abwertung hoch bleiben. Dass ein Teil des Zinsschrittes nun zurückgenommen wurde, hat die russische Währung wieder deutlich unter Druck gebracht.