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Wie sich die Geburtenrate steigern lässt: Kinder sind Verhandlungssache

von Matthias Doepke / 05.07.2016

Europa hat ein Nachwuchsproblem. Besonders ausgeprägt ist es in jenen Ländern, in denen die Frauen den überwiegenden Anteil der Last der Kinderbetreuung tragen. Somit ist klar, welche Anreize es braucht, um die Geburtenraten zu steigern. Ein Gastbeitrag von Matthias DoepkeMatthias Doepke hat eine Professur für Volkswirtschaftslehre an der Northwestern University inne. und Fabian KindermannFabian Kindermann ist Juniorprofessor für Makroökonomik und Finanzwissenschaft am Fachbereich Wirtschaftswissenschaften der Universität Bonn. .

Wir befinden uns inmitten einer demografischen Krise. Während das durchschnittliche Elternpaar in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg zwei oder drei Kinder hatte, ist der Kinderwunsch vieler Paare heutzutage schon nach dem ersten Kind erfüllt. Zudem entscheiden sich immer mehr Frauen dafür, überhaupt keine Kinder mehr zu bekommen. Dies hat in ganz Europa zu einem rapiden Abfall der zusammengefassten Geburtenziffer geführt.

Subventionen ohne Wirkung

Um eine stabile Bevölkerungsgröße zu garantieren, sollte diese Ziffer etwa bei einem Wert von 2,1 liegen. Liegt sie darunter, geht die Bevölkerungszahl zurück. Gleichzeitig kommt es entlang der dadurch verursachten demografischen Transition zu einer Alterung der Bevölkerung. Heutzutage erreicht kaum ein europäisches Land mehr diese wichtige Marke. In Österreich, Deutschland oder Spanien liegt die zusammengefasste Geburtenziffer sogar bereits seit über zwei Jahrzehnten unter einem Wert von 1,5.

Die Konsequenzen aus dieser Entwicklung sind bereits heute spürbar. In Erwartung eines zusätzlichen Drucks durch den demografischen Wandel wurden im letzten Jahrzehnt die Rentensysteme sämtlicher europäischer Länder auf den Prüfstand gestellt. In Deutschland koppelte man die Entwicklung des Rentenwerts mithilfe des Nachhaltigkeitsfaktors an das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern und beschloss gleichzeitig eine Erhöhung der Regelaltersgrenze schrittweise von 65 auf 67 Jahre.

Zudem werden mittlerweile private Anstrengungen zur Altersvorsorge steuerlich gefördert. Während solche Maßnahmen einen wichtigen Teil der Vorbereitung auf eine Alterung der Bevölkerung ausmachen, lässt sich nur erahnen, welche Konsequenzen der Rückgang der Bevölkerungszahlen von derzeit 80 auf potenziell 68 Millionen im Jahr 2060 noch mit sich bringt.

Der andauernd niedrige Stand der Geburtenraten in den meisten europäischen Ländern ist insofern überraschend, als viele dieser Länder bereits versuchen, durch staatliche Unterstützung die Anzahl der Geburten zu erhöhen. Im Gegensatz zu den USA gibt es in westeuropäischen Ländern großzügige Elternzeitmodelle sowie substanzielle Steuererleichterungen und Subventionen für Paare mit Kindern (wie etwa die Kinderfreibeträge und das Kindergeld in Deutschland). Zudem ist die schulische Ausbildung der Kinder in der Regel kostenlos oder nur mit vergleichsweise geringen Kosten verbunden.

Während jedoch in manchen Ländern (wie etwa in Frankreich, Belgien oder den skandinavischen Ländern) die Geburtenraten in den späten 1990er Jahren wieder angestiegen sind und sich aktuell zumindest in der Nähe der bevölkerungserhaltenden Geburtenziffer bewegen, ist die Familienpolitik in anderen Ländern erfolglos.

Es gehören zwei dazu …

Wie lässt sich jedoch erklären, dass Paare trotz großzügiger Subventionen keine oder zu wenige Kinder bekommen? In einer neuen Studie zeigen wir, dass die Fertilität eines Paares nicht nur von den Gesamtkosten eines Kindes abhängt, sondern auch von der Verteilung dieser Kosten auf Mütter und Väter. In der Regel benötigt man eine Frau und einen Mann, um ein Kind zu zeugen. Daher liegt es nahe anzunehmen, dass die Geburt eines (weiteren) Kindes nur dann eintritt, wenn beide Partner sich für dieses Kind entscheiden und es damit zu einer Einigung kommt.

Wird jedoch einer der beiden Partner durch das erste oder zusätzliche Kind übermäßig belastet – in dem Sinne, dass der Großteil der mit dem Kind verbundenen Arbeit wie Pflege und Betreuung ihr/ihm überlassen sein wird – so ist zu erwarten, dass dieser Partner ein (weiteres) Kind ablehnt. Das Paar ist sich somit uneinig. Kann diese Uneinigkeit nicht beseitigt werden, wird dieses Paar keine oder wenige Kinder haben, selbst wenn die Gesamtkosten für ein Kind aufgrund staatlicher Subventionen nicht übermäßig hoch sind.

Unsere Datenanalyse bestätigt die Vermutung, dass Uneinigkeit zwischen Partnern über die Geburt eines (weiteren) Kindes ein treibender Faktor niedriger Fertilitätsraten in europäischen Ländern ist. Im Speziellen zeigen wir Folgendes:

Erstens, es gibt viele Paare, die sich uneinig über die Geburt eines weiteren Kindes sind. Diese weisen deutlich niedrigere Geburtenraten auf als Paare, bei denen Einigkeit herrscht. Zweitens tragen in den europäischen Ländern mit niedrigen Geburtenraten Männer in der Regel wenig zur Kinderbetreuung bei. Frauen bleibt der Hauptteil dieser Arbeit überlassen. Drittens: Wenn Frauen den Großteil der Kosten der Kinderbetreuung leisten müssen, ist es wahrscheinlich, dass sie die Geburt eines weiteren Kindes ablehnen. Und schliesslich viertens, ist im Gegensatz dazu in Ländern mit höheren Geburtenraten der Anteil der Männer an der Kinderbetreuung höher. Damit ist das Ablehnen eines weiteren Kindes zwischen den Geschlechtern gleicher verteilt.

Neue Fakten zur Uneinigkeit über Kinder

Die eben angesprochenen Punkte entsprechen im Großen und Ganzen dem öffentlichen Bild über die Geburtenproblematik in Europa. Jedoch standen bis jetzt keine passenden Daten zu Verfügung, um diese Vermutungen stichhaltig zu testen. Unsere aktuellen empirischen Resultate basieren auf Daten des „Generations and Gender Programme“, einer Längsschnittstudie über 19 meist europäische Länder. Diese Studie stellt Daten über den Kinderwunsch von Partnern in einem hohen Detailgrad bereit. Die Befragten geben an, ob sie sich „aktuell ein (weiteres) Kind wünschen“. Zudem wird gefragt, ob dies auch beim Partner der Fall ist. Schließlich verzeichnet die Studie, wie viele Kinder ein Paar bereits bekommen hat. Damit ist es uns möglich, Einigkeit und Uneinigkeit von Paaren mit unterschiedlicher Kinderzahl zu vergleichen.

Zur Konstruktion der unten stehenden Abbildung beschränken wir uns auf Paare, bei denen zumindest einer der Partner einen Kinderwunsch hat. Wir bezeichnen mit „Ablehnung Mann“ den Anteil dieser Paare, in denen der Mann angibt, aktuell keine weiteren Kinder zu wollen, die Frau sich jedoch für ein weiteres Kind ausspricht. „Ablehnung Frau“ bezeichnet den Anteil der Paare in der gegensätzlichen Situation, in der die Frau ein weiteres Kind ablehnt und der Mann dafür ist. Die Abbildung zeigt das Verhältnis dieser Anteile für Paare, die bereits ein bzw. zwei Kinder haben. Die „roten“ Länder (Frankreich, Belgien, Norwegen) sind solche mit zusammengefassten Geburtenziffern oberhalb eines Werts von 1.5, die „blauen“ Länder weisen Geburtenraten darunter auf.

Zunächst fällt auf, dass Uneinigkeit zwischen Partnern über die Geburt eines weiteren Kindes keine Seltenheit ist. Wenn sich alle Paare einig über ihren Kinderwunsch wären (unabhängig davon, ob dieser positiv oder negativ ausfällt), so sollten die Punkte am Ursprung der Abbildung liegen. Es zeigt sich jedoch, dass selbst die roten Länder weit davon entfernt sind. Die Daten zeigen aber auch, dass Uneinigkeit über den Kinderwunsch systematisch zwischen Ländern mit hohen und niedrigen Geburtenraten variiert. Während in den roten Ländern die Ablehnung eines weiteren Kindes gleich über die Geschlechter verteilt ist, sind es in den blauen Ländern tendenziell Frauen, die die Geburt eines weiteren Kindes ablehnen. In Russland beispielsweise sind es von 100 Paaren mit schon einem Kind 30, bei denen der Mann für ein Kind ist und die Frau dagegen, und 10, bei denen die Situation umgekehrt ist. Bei Paaren mit zwei oder mehr Kindern ist die Situation noch dramatischer (50 gegen 20).

Entscheidend ist der Wunsch der Frau

Mithilfe desselben Datensatzes können wir auch die Konsequenzen aus der Uneinigkeit analysieren. Die Paare, die über ihren Kinderwunsch berichten, werden nach drei Jahren erneut befragt, sodass wir beobachten können, wer schließlich ein Kind bekommen hat und wer nicht. Tatsache ist, dass Kinder hauptsächlich in Familien geboren werden, in denen sich die Partner einig darüber sind, ein weiteres Kind haben zu wollen. Spricht sich allein die Frau für die Geburt eines zusätzlichen Kindes aus, so gibt es immer noch eine erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass ein Kind geboren wird. Diese beträgt aber nur etwa ein Drittel der Wahrscheinlichkeit von Paaren, unter denen Einigkeit herrscht.

Falls nur der Mann ein weiteres Kind möchte, hat dies keinen signifikant positiven Effekt auf die Wahrscheinlichkeit einer Geburt (im Vergleich zu Paaren, die sich einig darüber sind, kein zusätzliches Kind zu haben). Männer können somit den Wunsch eines weiteren Kindes gegen den Willen ihrer Partnerinnen nicht realisieren, wohingegen Frauen die Geburt eines Kindes zumindest teilweise gegen den ausgesprochenen Willen des Mannes durchsetzen können. Nichtsdestotrotz liegt der einzige Weg für eine hohe Geburtenwahrscheinlichkeit in der Einigkeit zwischen zwei Partnern bezüglich des Kinderwunsches.

Ein ökonomisches Modell

Um beurteilen zu können, in welchem Maße die Wirksamkeit familienpolitischer Maßnahmen durch die Verteilung von Einigkeit und Uneinigkeit der Partner bestimmt wird, entwickeln wir ein ökonomisches Modell mit Verhandlungen über das Kinderkriegen. Überraschenderweise hat sich die theoretische ökonomische Literatur bisher wenig mit der Uneinigkeit von Partnern über den Kinderwunsch auseinandergesetzt. Typischerweise postulieren die meisten Modelle, dass Paare ihr gemeinsames Wohlergehen maximieren, ohne dass dabei die Verteilung von Kosten und Nutzen auf die beiden Partner eine Rolle spielt. Im Gegensatz dazu untersucht unser Modell explizit die Interaktion von Partner, wenn diese unterschiedliche Präferenzen für Kinder haben und es zu Uneinigkeit kommen kann.

Wir argumentieren, dass Uneinigkeit auf eine ungleiche Verteilung der Lasten der Kinderbetreuung auf die Partner zurückzuführen ist und konkret daraus entsteht, dass Partner keine bindenden Zusagen bezüglich künftiger Ressourcenverteilungen in der Familie machen können. Wenn also beispielsweise die Frau antizipiert, dass sie den Großteil der aus einem zusätzlichen Kind entstehenden Kosten tragen muss, wird sie auch feststellen, dass damit das Verfolgen einer eigenen, unabhängigen Karriere deutlich erschwert wird. Somit würde sich durch die Geburt eines weiteren Kindes ihre zukünftige Verhandlungsposition innerhalb der Familie verschlechtern. Wenn die Frau nicht bereit ist, diese Kosten in Kauf zu nehmen, so wird sie sich gegen die Geburt eines Kindes aussprechen, selbst wenn der Mann dafür ist. So kommt es bei den Partnern zur Uneinigkeit.

Französische Väter als Vorbild

Die Vermutung, dass eine ungleiche Verteilung der Lasten der Kinderbetreuung Uneinigkeit zwischen den Partnern bezüglich des Kinderwunsches forciert, lässt sich direkt anhand der Daten überprüfen. Der von uns untersuchte Datensatz enthält eine Reihe von Fragen darüber, welcher der Partner im Haushalt typischerweise diverse Aufgaben erledigt die mit der Betreuung des Kindes zusammenhängen, beispielsweise das Anziehen, ins Bett Bringen oder Helfen bei den Hausaufgaben. Aus den Antworten auf diese Fragen generieren wir einen Indikator, der den Anteil der Männer an der Kinderbetreuung misst.

In allen Ländern liegt der Anteil der Männer an der Kinderbetreuung im Durchschnitt unter 50 Prozent. In den Ländern mit hohen Geburtenraten, das heisst Belgien, Frankreich und Norwegen, ist der Anteil der Männer jedoch deutlich höher als in den Ländern mit niedrigen Geburtenraten. Unten stehende Abbildung veranschaulicht den Zusammenhang zwischen dem Anteil von Männern an der Kinderbetreuung und der Verteilung der Ablehnung eines weiteren Kindes über die Geschlechter. Es zeigt sich, dass sich in Ländern, in denen Männer einen geringen Teil der Kinderbetreuung übernehmen, tendenziell Frauen gegen die Geburt eines weiteren Kindes aussprechen, obwohl Männer sich ein weiteres Kind wünschen würden.

Die Bedeutung für die Familienpolitik

Unsere bisherigen Resultate unterstützen die These, dass die europäische Fertilitätskrise nur dadurch gelöst werden kann, dass sich die Politik des Problems der Uneinigkeit zwischen Partnern über den Kinderwunsch bewusst wird und konkret darauf abstellt, die Ablehnung weiterer Kinder durch Frauen zu bekämpfen. Solange die Ablehnung weiterer Kinder durch Frauen daraus entsteht, dass diese den Grossteil der mit den Kindern verbundenen Kosten tragen müssen, werden allgemeine (monetäre) Unterstützungsleistungen wenig effektiv sein.

Wir untermauern diese These, indem wir mit unserem ökonomischen Modell den Wirkungsgrad verschiedener Politikmaßnahmen vergleichen. Ziel der Politikmaßnahmen soll es sein, die Geburtenziffer eines Landes um 0,1 zu erhöhen. Die eine Art der Politikmaßnahme stellt konkret darauf ab, die Kinderbetreuungskosten für Frauen zu vermindern (beispielsweise durch die Bereitstellung öffentlicher Kinderbetreuung), die andere Maßnahme stellt monetäre Transfers bereit, die dem Erstverdiener (in der Regel dem Vater) zugehen. Wir untersuchen zudem Politikmaßnahmen, die sämtliche Kinder einer Familie in gleichem Maße fördern, und kontrastieren sie mit Maßnahmen, die konkret auf die Geburt mehrerer Kinder abstellen (also spezielle Subventionen für die Geburt eines zweiten oder dritten Kindes bereitstellen).

Die nächste Abbildung zeigt die Gesamtkosten pro Paar, die unter den unterschiedlichen Politikmaßnahmen entstehen, wenn die Geburtenziffer um 0,1 erhöht werden soll. Zwei Dinge werden offensichtlich: Erstens sind Politikmaßnahmen genau dann effektiv, wenn sie konkret die Geburt mehrerer Kinder fördern. Damit wird verhindert, dass Paare für Kinder Leistungen erhalten, die auch ohne die Politikmaßnahmen geboren würden. Der für die Geburtenziffer vermeintlich wichtigere Handlungsspielraum liegt immer noch bei der Geburt zweiter und dritter Kinder und weniger bei der Geburt eines einzelnen Kindes. Zweitens sind Politikmaßnahmen, die auf die Verminderung der Betreuungslasten für Frauen abzielen, erheblich kosteneffizienter also solche, die monetäre Transfers vornehmlich an Väter zahlen. Die Kosten einer Politikmaßnahme vermindern sich um den Faktor 3, wenn die Unterstützung vornehmlich auf Mütter abzielt.

Die Zukunft des Geburtenverhaltens der Europäer

Unsere Ergebnisse zeigen, dass der Staat grosse Fortschritte in der Familienpolitik machen kann, wenn Politikmaßnahmen konkret darauf ausgerichtet werden, die ungleiche Verteilung des Betreuungsaufwands für Kinder über die Geschlechter zu beseitigen. Zu beachten ist jedoch, dass es bei der Verteilung der Rollen innerhalb des Haushalts durchaus auch eine kulturelle Komponente geben kann. Dass Männer in vielen Ländern immer noch relativ wenig zur Kinderbetreuung beitragen, obwohl die Frauenerwerbsquote in den letzten Jahrzehnten stark angestiegen ist, lässt darauf schließen, dass kulturell geprägte Erwartungen und traditionelle Rollenmodelle immer noch einen großen Einfluss haben. Wenn europäische Männer davon überzeugt werden könnten, sich gleichwertig an den Kosten der Kinderbetreuung zu beteiligen, sollten sich auch die Geburtenraten wieder erholen.


Weiterführende Literatur:

Adda, Jérôme, Christian Dustmann, und Katrien Stevens. 2016. „The Career Costs of Children.“ Journal of Political Economy, im Erscheinen.

Becker, Gary S., und Robert J. Barro. 1988. „A Reformulation of the Economic Theory of Fertility.“ Quarterly Journal of Economics 103 (1): 1-25.

Bick, Alexander. 2016. „The Quantitative Role of Child Care for Female Labor Force Participation and Fertility.“ Journal of the European Economic Association, im Erscheinen.

Doepke, Matthias, und Fabian Kindermann. 2016. „Bargaining over Babies: Theory, Evidence, and Policy Implications.“ NBER Working Paper No. 22072.

Rasul, Imran. 2008. „Household Bargaining over Fertility: Theory and Evidence from Malaysia.“ Journal of Development Economics 86 (2): 215-241.

Statistisches Bundesamt. 2015. „Bevölkerung Deutschlands bis 2060: 12. koordinierte Bevölkerungsvorausberechnung.“ Statistisches Bundesamt, Wiesbaden.