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Zehn Weisheiten von Buffett

Wie werde ich Milliardär?

von Christian Steiner / 27.02.2016

Die Anleger hängen der Investment-Legende Warren Buffett an den Lippen. Der Mann ist für seine knackigen Sprüche bekannt und wird liebevoll das „Orakel aus Omaha“ genannt. Was rät Buffett?

Der 85-jährige Buffett verkündet in seinen jährlichen Investorenbriefen seine Weisheiten. Am Sonntag folgt der nächste. Zeit also, in die Vergangenheit zurückzublicken: Was rät Warren Buffett?

Fünf Tipps zum Investieren

Erstens: Vorsicht bei kurzfristigen Marktbewegungen. „Das Match wird von den Spielern gewonnen, die sich auf das Spielfeld konzentrieren, und nicht von denen, die auf die Anzeigetafel schauen.“ (2014)

Zweitens: kein falscher Stolz über Gewinne, wenn die Märkte steigen. „Es gibt keinen Grund, einen Salto rückwärts zu machen, wenn man 1995 etwas verdient hat. Dies war ein Jahr, in dem selbst ein Idiot ein kleines Vermögen auf dem Aktienmarkt verdient hat.“ (1996)

Drittens: Diversifikation ist das Zauberwort. „Es gibt keine Regel, das Geld nur dort zu investieren, wo man es verdient hat. Im Gegenteil, es ist oft ein Fehler, genau das zu tun.“ (2008)

Viertens: von Formeln unbeeindruckt bleiben. „Investoren sollten gegenüber historischen Modellen skeptisch sein. Diese von einer streberhaft tönenden Sekte entworfenen Modelle, die mit esoterischen Vokabeln wie Beta, Gamma oder Sigma benannt werden, klingen beeindruckend. Zu oft vergessen die Investoren, zu hinterfragen, welche Annahmen eigentlich dahinter liegen.“ (2009)

Fünftens: zum richtigen Zeitpunkt flüssig sein. „Wir werden nie abhängig von der Freundlichkeit von Fremden sein.“ (2010)

Fünf Tipps zur Leitung einer Firma

Auch über die Managerkaste hat Buffett seine eigene Meinung.

Erstens: sich ärgern über Fehler verboten. „Sich nach Missgeschicken zu quälen, ist verboten. Darüber Bescheid zu wissen und etwas zu ändern, kann hingegen nützlich sein. Leider wird das in den Verwaltungsräten der großen Firmen fast nie gemacht.“ (2001)

Zweitens: Man ist nie zu alt. „Im letzten Jahr fragte mich ein Harvard-Student, wann ich in Pension gehe. Ich antwortete: ,Fünf bis zehn Jahre nach meinen Tod.‘“ (1992)

Drittens: Meinungen von außen sind wichtig. „Fragen Sie nie den Friseur, ob Sie einen Haarschnitt brauchen. Die Antwort wird jene sein, die dem Mann mit den Scheren dient. Ein guter CEO sollte sich unabhängige Meinungen holen und nicht auf seinen Investmentbanker hören.“ (1983)

Viertens: ja nicht trödeln. „Wenn es ein Problem gibt, dann ist jetzt die Zeit zu handeln.“ (2006)

Fünftens: Gute Leute sollen ihren Job machen. „Hier bei Berkshire sagen wir dem Schlagmann (im Baseball) nicht, wie er den Schläger zu schwingen hat.“