Auch die Schweiz und Deutschland kämpfen mit dem Beamtenalter

von Moritz Moser / 18.12.2014

Nicht nur Österreich kämpft mit der Überalterung der Staatsbediensteten. Auch in Deutschland und in der Schweiz gibt es dieses Problem.

Das Durchschnittsalter von 45,2 Jahren im heimischen Bundesdienst ist zwar im Vergleich mit den Nachbarstaaten Schweiz und Deutschland unübertroffen. Deutsche Mitarbeiter des Bundes waren aber 2010 im Schnitt immerhin 45,1 und Schweizer Bundespersonal war im Jahr 2013 44,8 Jahre alt.

Auch was die Altersstruktur betrifft, sind die Probleme ähnlich. Sowohl in Deutschland als auch in Österreich sind je nur etwa 20 Prozent des Bundespersonals 35 Jahre oder jünger. In Deutschland gibt es dafür mehr Personal im mittleren Altersbereich, während es in Österreich fast doppelt so viele 47- wie 37-Jährige gibt. Das hat auch entsprechende Konsequenzen:

Bis 2025 werden rund 42 Prozent des bestehenden Personals aufgrund von Pensionierungen ausscheiden.

Thematisiert wird die Problematik dafür höchst unterschiedlich. Der Bericht des österreichischen Bundeskanzleramtes über das Personal des Bundes vertieft das Thema auf fünf Seiten, in der deutschen Personalstrukturbroschüre sind es immerhin vier. Die Schweizerische Bundeskanzlei widmet dem Beamtenalter in ihrem Personalreport dafür nur zwei Sätze und eine Grafik. Das Alter der Staatsbediensteten, heißt es da, liege eben „generell etwas über jenem der aktiven Gesamtbevölkerung“.