Faymanns Nachfolger du jour

von Moritz Gottsauner / 10.02.2015

Heute waren Gerüchte das innenpolitische Tagesgespräch. Ein Lesetipp samt Linkliste

Ein Presse-Artikel hat neuen Schwung in die SPÖ-Obmanndebatte gebracht. Andreas Schieder, Klubobmann im Parlament, soll der plausiblere Kandidat für die Nachfolge Werner Faymanns sein als der so häufig genannte ÖBB-Chef Christian Kern. Die Spekulationen wollen seit Monaten nicht abreißen und es ist nicht ganz klar, ob es sich um eine veritable Personaldebatte in der Sozialdemokratischen Partei handelt oder um das Wunschdenken der Journalisten, die sie medial befeuern. Wahrscheinlich ein bisschen von beidem.

Jedenfalls bringt die Presse neue Aspekte ins Spiel. Schieder sei der logische Nachfolger von Werner Faymann, sollte Rudolf Hundstorfer also für die Bundespräsidentschaft kandidieren. Nicht nur das, Michael Häupl persönlich soll sich für Schieder als nächster Wiener Bürgermeister erwärmt haben. Seine Rolle als Finanzstaatssekretär während der Verstaatlichung der Hypo Alpe Adria, die er also aus nächster Nähe verfolgt hat, nennt die Presse den „einzigen möglichen Stolperstein für seine weitere Karriere“.

Trotzdem zählt Schieder für die Öffentlichkeit noch zu den eher obskuren Akteuren der SPÖ. Inhaltlich gilt er vor allem im außenpolitischen Bereich als sattelfest. Ein paar Links zur Person:

Der Standard hat Schieder anlässlich seines Wechsels ins Finanzministerium im Jahr 2008 kurz porträtiert.

Die SPÖ müsse sich vom „alten Arbeiterbegriff lösen“, sagte Schieder vergangenen Oktober in einem Presse-Interview.

Im ORF-Report musste Schieder im Studio zum Griss-Bericht zur Hypo-Verstaatlichung Stellung beziehen.

Und hier referiert er in einem schon etwas älteren Video über die „Außenpolitik der Ära Kreisky“.