Lukas Wagner

Kaiserliche Rekorde

von Moritz Moser / 30.03.2016

Kaiser Franz Joseph herrschte lang, länger als Elizabeth II. bisher, und ging deshalb auch als „der Kaiser“ in Österreichs Geschichte ein.

Wäre Franz Joseph 1916 nicht gestorben, sondern hätte damals als 18-Jähriger den Thron bestiegen, er hätte lange genug geherrscht, um die Demonstrationen in der Hainburger Au zu erleben. Die Ewigkeit seiner fast 68 Jahre dauernden Regentschaft scheint für heutige Monarchen fast unvorstellbar. Dabei lagen zwischen dem Tod des Kaisers und dem Beginn der Zweiten Republik gerade einmal 29 Jahre. Franz Joseph, der ein Autokrat der alten Schule war und verlässlich jeden Krieg verlor, lässt Österreich auch 100 Jahre nach seinem Tod nicht los – und umgekehrt.

 

Dass dieser Beitrag in der Rubrik „Republik“ rangiert, darf durchaus als historische Petitesse, keinesfalls jedoch als Verhöhnung einer apostolischen Majestät angesehen werden.