Wahlkartenchaos in Wien? Die Wirtschaftskammer dementiert

von Moritz Moser / 23.02.2015

Die Plattform „Initiative Neue Wirtschaft“ wirft dem Wirtschaftsbund vor, Wahlkarten für die Kammerwahl aus Schlamperei oder Absicht zu spät verschickt zu haben. Die Wiener Wirtschaftskammer weist das zurück.

Die Wirtschaftskammerwahl hat begonnen, sie dauert vom 23. bis 26. Februar. Die Anfragen zur Wahlkartenversendung würden sich nun häufen, so die überparteiliche „Initiative Neue Wirtschaft“. Die meisten Beschwerden kämen von Ein-Personen-Unternehmern und Klein- und Mittelbetrieben aus dem 6., 7. und 8. Bezirk. Aber auch in der Leopoldstadt und in der Landstraße häuften sich seit Mitte letzter Woche die Nachfragen massiv. Unternehmer würden sich erkundigen, wohin man sich wenden müsse, wenn man noch keine Wahlkarte erhalten habe.

Entweder, so schreibt die Kleinunternehmerinitiative in einer Aussendung, habe die Wirtschaftskammer die Bearbeitung der Wahlkartenversendungen durch die zu geringe Bereitstellung von Personal verschuldet, oder sie seien „von der WK und dem Wirtschaftsbund absichtlich verursacht“ worden, „um die drohenden Proteststimmen unzufriedener Mitglieder gering zu halten“.

Die Wirtschaftskammer Wien weist das auf Anfrage zurück: Die letzten Wahlkarten seien in den vergangenen Tagen verschickt worden. Zu Verzögerungen könne es höchstens dadurch kommen, dass Unternehmer die RSb-Briefe nicht rechtzeitig von der Post abholten.