Wirtschaftskammerwahl: Die Ergebnisse

von Moritz Moser / 27.02.2015

Die Wirtschaftskammerwahl ist geschlagen: Der Wirtschaftsbund kann in allen Bundesländern die Mandatsmehrheit halten, verzeichnet aber zum Teil deutliche Verluste. Die Grünen können Gewinne verzeichnen, die UNOS schneiden eher bescheiden ab.

In Salzburg verlor der Österreichische Wirtschaftsbund (ÖWB) 8,8 Prozent in der Steiermark 7,6 Prozent seiner Mandate in den Fachgruppen und Spartenvertretungen. In Oberösterreich, wo vorerst keine Spartenergebnisse veröffentlicht wurden, verzeichnete der ÖWB einen Verlust von 8,2 Prozent der Sitze im Wirtschaftsparlament. In Kärnten konnte der Bund hingegen zulegen.

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WKO-Wahlergebnis nach Stimmen

Die Grünen konnten österreichweit zulegen. Die stärksten Gewinne verzeichneten sie in Vorarlberg, wo sie um 5 Prozentpunkte zulegten und damit in Zukunft 12,5 Prozent der Mandate halten werden. In Wien erhielten die Grünen Mandatszuwächse um 3,6 Prozentpunkte auf 9,2 Prozent. UNOS, der Wirtschaftsverband der NEOS, kommen in Wien auf 2,9% der Mandate.

Der ÖWB konnte 55,1 Prozent die absolute Mandatsmehrheit in der Bundeshauptstadt halten. Mitverantwortlich dafür war auch das gemeinsame Antreten des Wirtschaftsbundes mit anderen Listen in mehreren Bereichen. Von sogenannten Friedenswahlen, bei denen keine Wahl stattfindet, profitieren vor allem die ÖVP-nahen Wirtschaftsvertreter. Dadurch, dass nur Funktionäre auf niederen Ebenen gewählt werden, ist es vor allem für Kleinparteien schwer zu reüssieren. Hier die Ergebnisse im Detail:

Die Stimmenanteile unterscheiden sich von den Mandatszuteilungen zum Teil deutlich. In Wien erhielten der ÖWB und die ihm zugerechneten Listen 50,6 Prozent der Stimmen. Im Gegenzug konnten die UNOS mit 6,1 Prozent der Stimmen lediglich 2,9 Prozent der Mandate erringen.