APA/Herbert Neubauer

Grafik zur Bildungsreform

Zweites Kindergartenjahr für Kärntner, Steirer und Wiener

von Elisabeth Gamperl / 17.11.2015

Alle Vierjährigen sollen künftig in den Kindergarten gehen. Denn geht es nach der Bildungsreformkommission, so soll bald das verpflichtende zweite Kindergartenjahr kommen. Dabei sind ohnehin schon fast alle Kleinkinder in Betreuung – nur in Kärnten, Steiermark und Wien sind die Quoten etwas schlechter.

Die präsentierte Bildungsreform befasst sich auch mit dem Kindergarten. Einerseits soll ein „Bildungskompass“ für Kinder ab dreieinhalb Jahren eingeführt werden, in dem die Entwicklungen des Kindes notiert werden – vergleichbar mit einem Mutter-Kind-Pass. Andererseits soll das (fast)Je nach Entwicklungsstand und nach eigens vereinbarten Kriterien kann es auch Ausnahmen geben. verpflichtende zweite Kindergartenjahr kommen – eine Reform, die nicht viele Eltern trifft. Denn die meisten Kinder gehen bereits zwei Jahre in den Kindergarten.

Die Betreuungsquote bei Vierjährigen liegt 2014 österreichweit bei 95,3 Prozent und steigt jährlich (zum Vergleich: 2004 waren es 88,9 Prozent). Mit dieser Bildungsreform wird damit ein gesellschaftlicher Trend in gesetzlichen Beton gegossen.

Die einzigen Bundesländer, die dem Trend hinterherhinken, sind Kärnten, Wien und Steiermark. In Kärnten liegt die Betreuungsquote nur bei 91,7 Prozent, bei den Steirern bei 92,7 Prozent und in Wien bei 93,4 Prozent.

Das verpflichtende zweite Kindergartenjahr wurde eingeführt, um auch jene zu erreichen, „die einen Sprachentwicklungsbedarf haben”, wie es seitens der Bildungsreformkommission hieß.