Lilli Panholzer

Test: Was hat welcher Bundespräsidentschaftskandidat gesagt?

von Christoph Zotter / 03.02.2016

Wer Bundespräsident werden will, muss in der Mitte stehen. Dementsprechend verwechselbar sind die Antworten der Bewerber oft. Ein Selbstversuch.

Technik: Fabian Lang

Die erste Runde ist vorbei, die fünf aussichtsreichsten Kandidaten stehen fest. Sie haben sich nach Dementis („Ich bleibe Sozialminister bis zum Jahr 2018. Punkt.“, Rudolf Hundstorfer), Mauern („Kein Kommentar“, Alexander Van der Bellen) und gespielter Überraschung („Ich bin völlig sprachlos“, Andreas Khol) deklariert.

Während die kleineren Bewerber von den Medien kaum beachtet werden, konzentriert sich alles auf die obigen drei plus den FPÖler Norbert Hofer und die ehemalige Richterin Irmgard Griss. Sie haben die Pflicht erfüllt, die ersten Abklopf-Interviews sind geführt. Sachliches wurde bislang nur wenig besprochen, sondern lieber die Biografien durchforstet.

Wir haben dabei drei Hürden festgemacht, die alle fünf Kandidaten in ähnlicher Form vorfanden: Die Anfangsbotschaft, Flüchtlinge und die Strache-Frage. Da Bundespräsidentschaftswahlen stark an Persönlichkeiten geführt werden, müssen sie unterscheidbar sein. In einem kurzen Test können Sie selbst prüfen, wie gut das den Kandidaten bisher gelungen ist. Es ist ein Quiz ohne Punkte und ohne Sieger.

Anmerkung: Falls Sie sich für technische Details zum Test interessieren, haben wir nach dem letzten Punkt noch eine kurze Erklärung angefügt. 

1. Der Start, das Video

Alle fünf müssen sich nicht nur Interviews stellen, sondern können sich über Imagevideos präsentieren (nur Norbert Hofer ließ sich vom FPÖ-Online-Fernsehsender befragen). Das Ganze muss staatstragend wirken, daher so gefasst wie möglich sein. Raten Sie, wer was gesagt hat.

2. Das Thema Nummer eins, die Flüchtlinge

Eigentlich kann ein Bundespräsident hier wenig tun, das Amt ist kein besonders tagespolitisches. Da das Land aber kaum mehr über etwas anderes mehr zu reden scheint, muss ein Staatsoberhaupt in spe darlegen, wo es steht. Wissen Sie, wer was dazu gesagt hat?

3. Die Frage, die nie fehlt

Kaum eines der ersten Interviews kommt ohne diese Frage aus: Würden Sie auch Heinz-Christian Strache als Kanzler angeloben? Nur FPÖ-Mann Norbert Hofer muss sich darüber nicht den Kopf zerbrechen, seine Antwort ist klar (er hat dafür vorgeschlagen, Bundeskanzler und Präsident zu einem Amt verschmelzen).

4. Zum Ende ein paar Sprüche

Summa summarum sind die Antworten der Bewerber bis auf ein paar Ausnahmen noch recht austauschbar. Markiger sind die Sprüche, die am Rand des politischen Spiels fallen. Sie könnten am Ende die sein, die in Erinnerung geblieben sind, oder?

Anmerkung zur Technik: Dieser Test basiert auf einem Online-Umfragetool. Ihre Antworten werden zwar an einen Server gesendet und dort gespeichert. Da es sich um eine Spiel-Umfrage handelt, werden sie aber weder ausgewertet noch sonstwie weiterverarbeitet. Das erlaubt leider auch keine Punktezahl oder Abschlusswertung, die wir Ihnen gerne angeboten hätten.